Pressemitteilung vom 08.09.2018 | #EyesOnIdlib

Angriffe auf sechs medizinische und zivile Einrichtungen in den letzten zwei Tagen

Erneute Angriffe auf medizinische Einrichtungen

Genf, Schweiz. Drei Krankenhäuser, zwei syrische Zivil-Verteidigungszentren  und eine Rettungsdienst Einrichtung wurden in den letzten zwei Tagen  angegriffen und außer Betrieb gesetzt, sodass erneut tausende Menschen  keinen Zugang zu medizinischer Versorgung mehr haben.

Pressemitteilung vom 08.09.2018 | #EyesOnIdlib
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Alle drei Krankenhäuser befanden sich in unterirdischen Einrichtungen. Am Morgen wurde das Al Latamneh Krankenhaus, das im Norden von Hama liegt, angegriffen, was zu Schäden an dem Gebäude führte. Es wurden keine Opfer gemeldet. Darüber hinaus wurde das HAS Krankenhaus im südlichen Idlib bombardiert und musste seinen Betrieb einstellen. Ein Anästhesie-Techniker und zwei Krankenhausbesucher wurden verwundet. Das Zentrum  der White Helmets (Weiß Helme) in Khan Sheikhoun wurde ebenfalls  angegriffen und kann nicht mehr operieren. Dabei wurden zwei Mitarbeiter verwundet.

Am 6. September wurde das Dr. Hassan Al Araj Krankenhaus in Nordhama nach Angriffen außer Betrieb gesetzt. Ebenso am 7. September das Idlib  Ambulance System (Idlib Rettungsdienst-Einrichtung). Der jüngste Anstieg der Angriffe führt zu Vertreibungsbewegungen in der Region, da Tausende  sichere Zuflucht für ihre Familien suchen.

Dr. Ghanem Tayara, Vorsitzender von UOSSM International, sagte: "Es ist bedrückend zu sehen, dass die Zahl der Angriffe auf medizinische  Einrichtungen zunimmt, die letztlich tausende Zivilisten betreffen. Wir fordern  als humanitäre Organisation die internationale Gemeinschaft auf,  Zivilisten, medizinisches Personal und medizinische Einrichtungen zu  schützen. Es gibt über drei Millionen Menschen in dieser überfüllten Gegend  von Syrien , die sich in einer lebensbedrohlichen Situation befinden. Viele  wurden bisher schon bis zu viermal vertrieben, die Folgen könnten sehr schlimm sein. Stoppt die Angriffe und die Vertreibung. Helft den Millionen von Binnenvertriebenen die nicht wissen wohin.“


UOSSM bietet kostenlose medizinische Hilfe für alle Menschen in Syrien an, unabhängig von ihrer Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, ihres Geschlechts, Religion oder politischer Zugehörigkeit.  Gegründet 2012 von syrischen Ärzten aus der ganzen Welt, betreibt UOSSM seither 12 große Krankenhäuser und unterstützt 120 Kliniken in Syrien. Seit UOSSM’s Gründung haben wir bereits über 1.000.000 medizinische Behandlungen in Syrien durchgeführt.